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Ordnungsamt-Online: Meldungen aus Neutempelhof

Das Onlineangebot der Berliner Verwaltung kommt nicht gut an, schreibt der Tagesspiegel. Ich weiß nicht, wie die Zahlen für „Ordnungsamt-Online“ aussehen, aber so sehen aktuell Meldungen für Neutempelhof aus:

App „Ordnungsamt-Online“ für PLZ 12101

Angenommen werden Meldungen zu den Bereichen  Straßen-Grünanlagen-Lärm-Müllablagerungen – das sind aus meiner Sicht wenig plausible  Kategorien, aber immerhin!

Als ich bei einem Osterspaziergang die ersten drei Meldungen über mein Handy ans Ordnungsamt geschickt habe, mit unguter Befindlichkeit:  Das „Blockwartgefühl“ ist ein äußerst unangenehmes, aber bereits nach drei Tagen hatte ich wie zum Trost für alle drei Meldungen eine Rückmeldung per Mail erhalten:

Zu Ihrer Meldung gibt es eine Statusänderung. Status: In Bearbeitung (gelb)

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,

vielen Dank für Ihren Hinweis. Diesen haben wir an unser Straßen- und Grünflächenamt  Fachbereich Grünflächen  weitergeleitet. Die Prüfung wird einige Zeit in Anspruch nehmen.

Wir bitten deshalb um Geduld.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Ordnungsamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin

Nun ist „in Bearbeitung“ (gelb) noch lange nicht „erledigt“ (grün) und die grünen Meldungen sind klar in der Unterzahl, aber hier wirkt einfach der (Bürger-) Schwarm: Meldet immer nur der Parkring e.V. an das Amt, entsteht dort die Haltung  „ach die vom Parkring e.V. wieder, – wollen ihre schöne Ecke noch schöner haben“. Melden aber die Nachbarn aus dem Kiez, ziehen solche Schubladen nicht, – es muß reagiert werden. Digitaler Bürger-Schwarm und Kiezvereine können sich projektbezogen unterstützen. Darum meine Bitte an den geneigten Nachbarn:  Macht Meldung !
Das geht im Netz auch Mobil (App).  Was ich zuletzt gemeldet habe ? So sieht der Kynastteich derzeit aus:

Bin gespannt, was das genau heißt:  „Die Prüfung wird einige Zeit in Anspruch nehmen“.
Wochen, Monate,  – oder Jahre ? Wenn wir es nicht versuchen, werden wir es nicht erfahren. Ist die Kiezkarte voller gelber „In-Bearbeitung-Meldungen“, verbessert sich u.U. auch die Argumentationsbasis für Vereinsthemen. Wir sollten die Online-Angebote nutzen, um unsere Kiezthemen zu fördern. Wird bald kaum noch anders gehen. Ach ja, – und üben wir -wie empfohlen- zunächst Geduld. tw

 

 

Gestaltungswettbewerb Platz der Luftbrücke gestartet

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen hat einen landschaftsplanerischen Wettbewerb zur Neugestaltung des Platzes der Luftbrücke ausgeschrieben. Der Parkring e.V. hat die Planungsabsicht insbesondere zur Neugestalung des Eingangsbereichs zur Manfred-von-Richthofen-Straße maßgeblich betrieben und freut sich über diesen Verfahrensschritt! Es geht uns hier darum, den Gewerbestandort wieder attraktiver zu machen und die beim Bau der autogerechten Stadt verloren gegangene Stadträume zur Einmündung Tempelhofer Damm und zum Kaiserkorso wieder erkennbar werden zu lassen.

Der Parkring e.V. ist seit 2015 an den Planungsrunden bei der Senatsverwaltung beteiligt und soll auch der Jury beratend angehören. Der Wettbewerb ist 2-stufig ausgelobt, sodass sich zunächst eine große Zahl von Teilnehmern mit vielfältigen Ideen beteiligen kann, ohne zu sehr in die Tiefe gehen zu müssen. Dieser Schritt lässt eine sehr interessante bunte Vielfalt an Ideen erwarten. Erst wenn ein Ideenkonzept als tragfähig erachtet wird, soll in einer zweiten Stufe dann die vertiefte Durcharbeitung erfolgen. Auch hier wird noch zwischen einem Ideen- und einem Realisierungsteil unterschieden weil z.B. Tiefbauleistungen an Straßen vom Bezirk am Ende selbst durchgeplant werden können und hier nicht honorarwirksam werden müssen.

Zum Ziel des Wettbewerbs insgesamt heißt es in der Ausschreibung: „Es sollen nun im Spannungsfeld der heterogenen Teilbereiche des Platzes mit ihren jeweiligen gestalterischen und funktionalen Mängeln, den Ansprüchen aus dem Wohngebiet Neu-Tempelhof und aktuellen Anforderungen aus der Nachnutzung des ehemaligen Flughafens Tempelhof Ideen für die Gesamtentwicklung gefunden werden und Teilbereiche neu gestaltet werden“.

Der Parkring e.V. wird das Verfahren weiter konstruktiv begleiten und wünscht sich zunächst viele interessante Ideen und Diskussionen!

kritz

 

 

Werner-Voß-Damm: städtebauliche Entwicklung am Südkreuz

Jahrzehntelang war der Standort der Berliner Wasserwerke am Werner-Voß-Damm ideal, – es war eine Art von städtebaulicher Sackgasse, die vor dem Bau des Fernbahnhofes am Südkreuz nur den unmittelbaren Nachbarn bekannt war. Nun hat sich die Welt gewandelt, – Berlin braucht dringend Wohnungsbau, die Stadt wächst heftig und beständig, überall werden die Baulücken geschlossen. Heute bietet das Grundstück der Wasserwerke, bisher „für Servicekräfte für Wartungs- und Reparaturarbeiten“ genutzt,  eine optimale Verkehrsanbindung und ist auch deshalb als Stadtwohnlage hoch interessant. Dazu wäre an der Stelle ein städtebaulicher Akzent wünschenswert, der einen Übergang vom Bahnhof Südkreuz zu den Siedlungen an der Gontermannstr, dem Werner-Voß-Damm und dem alten Kasernengeländer an der General-Pape-Str. schafft, – das wäre hier der Auftrag der Architektur. Sogar eine „Hochhaus“ wäre vorstellbar, wenn es die städtebaulichen Anforderungen erfüllen kann. Aber natürlich wollen die Wasserwerke dort nicht weg und so macht die SPD Tempelhof-Schöneberg in der Sache mobil (Link zur Pressemeldung).

Wir wollen auf diese Diskussion hiermit aufmerksam machen. Der Parkring e.V. ist und bleibt parteipolitisch neutral, der Vorstand behält es sich aber vor, auf Pressemeldungen jener Parteien zu verlinken, die in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg vertreten sind, wenn Themen des Neutempelhofer Kiezes politisch adressiert werden.

Wir freuen uns auf Eure Meinung in der Sache !

Herbstlicher Laub-Ärger im Parkring

In den letzten Jahren hat es sich „eingebürgert“, dass aus der Nachbarschaft große Mengen Herbstlaub an den Ecken Bundesring / Schreiberring und Rumeyplan / Manfred-von-Richthofen-Straße. abgelagert werden. Einige direkte Anwohner der Orte sind darüber verärgert, zumal die Ablagerungen illegal erfolgen. Der richtige Weg wäre, anfallendes Laub entweder im eigenen Garten zu kompostieren oderdie kostenpflichtigen Säcke der BSR zu nutzen, die dann abgeholt werden. Bringt man diese selbst zur BSR zurück, erhält man je 1 Euro erstattet.

Schon seit einigen Jahren werden die BSR-Säcke nun auch von findigen Privatleuten eingesammelt und bei der BSR zu kleinem Geld gemacht – wogegen eigentlich nichts einzuwänden ist. Neu ist allerdings, dass die Säcke zunächst an den betreffenden Orten im Parkring entleert werden und dann ohne Inhalt gegen Geld zur BSR gebracht werden. Ärgerlich insbesondere für die Nachbarn, die die Säcke erwerben um den Kiez sauber zu halten. Ärgerlich abe r auch für die Allgemeinhait, schließlich wird die Abfuhr der illegalen Haufen am Ende aus Steuermitteln bezahlt.

Der Parkring e.V. will dazu nun folgende Schritte unternehmen:

  1. Meldung an das Ordnungsamt zur Abfuhr der Abfallhaufen
  2. Bitte an die BSR, dass keine entleerten Säcke mehr gegen Geld angenommen werden
  3. Reinigung der betreffenden Orte im Frühjahr
  4. Aushänge in der Nachbarschaft mit Bitte um Einhaltung der Regeln.

An alle Nachbarn auch hier schon der Appell: Haltet Euch an die Regeln! Kompostiert selbst soweit möglich auf dem Grundstück oder nutzt die BSR-Säcke!

kritz

 

Bundestagswahl 2017 in Neu-Tempelhof / Parkring

Die Ergebnisse für den Bezirk Tempelhof-Schöneberg (etwa 180.000 gültige Stimmen): Groß die Kleinen, klein die Großen.

Volksentscheid TXL, – mehr „Ja“ als in Jesamtberlin (56/41):

Neu-Tempelhof nach Platz 1 bei den Zweitstimmen:

Neu-Tempelhof ist aufgeteilt in vier Wahlkreise und hat Anteile an weiteren drei Wahlkreisen. Die Ergebnisse unterscheiden sich z.T. deutlich:

a) Wahlkreis 401 (PlaDeLu – Boelckestr.)

b) Wahlkreis 402 (anteilig: Te-Damm-Columbiadamm)

c) Wahlkreis 403 (Gartenstadt)

d) Wahlkreis 404 (Gartenstadt – Te-Damm)

e) Wahlkreis 405 (anteilig: Gontermann – Hoeppnerstr.)

f) Wahlkreis 215 (anteilig: Loewenhardtdamm – Papestr.)

g) Wahlkreis 216 (Boelckestr. – Badener-Ring)

Wir sind ein politisch sehr buntes Völkchen hier in Neu-Tempelhof (geworden) ! Linke-AfD-FDP haben viele Punkte gemacht, die Grünen stabil. Dagegen hohe Verluste für SPD/CDU, – es wird jetzt etwas spannender bei den Balkendiagrammen …

Dazu der Berliner Tagesspiegel: Fliegerviertel in Berlin-Tempelhof – Michael Müllers Nachbarn strafen SPD ab

„Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, dass wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen.“  Sagt George Bernard Shaw

Geschichtslücken auf Tempelritter-Niveau

>>>>Breaking News<<<< Die Tempelhofer Tempelritter wollten keine Johanniter werden! Wer sich zu ihren Bedenken im frühen 14. Jahrhundert äußern kann, möge dies bitte in der Kommentarspalte tun 🙂

https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Tempelhof#Geschichte

„Die Dörfer Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde und Rixdorf sind von den Tempelrittern gegründet worden, was sich allerdings nur aus Rückschlüssen ergibt. Entsprechende Urkunden gibt es nicht. Bekanntermaßen hat Papst Clemens V. den Templerorden 1312 aufgehoben und dessen Besitz dem Johanniterorden übertragen. Offenbar haben die Tempelhofer Ritter zunächst Widerstand geleistet und waren daher zunächst einem Prokurator des Markgrafen Waldemar unterstellt worden; erst 1318 wurde die Übergabe an die Johanniter rechtlich vollzogen. Für 1344 wird erstmals ein johannitischer Komtur mit ausdrücklichem Bezug auf Tempelhof genannt: Burchard von Arenholz als „commendator in Tempelhoff“.

(…) Da das Dorf 1290 Tempelhof genannt wurde und sich 1435 mit seinen Nachbardörfern im Besitz der Johanniter befand, die 1318 allgemein den Templerbesitz in der Mark Brandenburg übernommen haben, geht die Forschung einhellig davon aus, dass dieser Siedlungskomplex eine Gründung der Tempelritter ist. (…) Im Jahr 1435 verkauften die Johanniter Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde und Rixdorf an die Stadt Berlin.“

Kleine Nachtmusik: Salty Dogs

… die Salty Dogs swingen jetzt schon 61 (!) Jahre, – BandleaderPapa Henschel“ ist Jahrgang 1929, – Louis Armstrong traf er einst in Schöneberg. Für die Kleine Nachmusik des Parkring e.V. spielte er gestern, –  sehr viele waren dabei und auch die Bezirksbürgermeisterin kam, um die Salty Dogs zu hören. Janz wundervoller Abend : -)

Die Kleine Nachtmusik bietet noch zwei Chancen in 2017: Am 01.09. und 06.10. – hier geht`s zu unserem Kalender.

Video: Nachbar Hans-Georg Flack

 

St. Judas Thaddäus bäumt sich auf

… die unter Denkmalschutz stehende Kirche aus dem Jahre 1958 wird als bedroht eingestuft. Die katholische Gemeinde Tempelhof entstand übrigens 1878 mit Unterstützung durch Kaiserin Augusta. Im Zusammenhang mit den notwendigen Sparmaßnahmen des Berliner Erzbistums wurde die Pfarrei per Dekret vom
1. Juli 2004 aufgehoben. Nun wurde aber der Turm saniert und die Eingänge neu  beschlagen. Wer investiert dort wohl … ??