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Denkmal Bahnhof Tempelhof

Den BVV-Verordneten wurde am 8. Februar durch die Verwaltung mitgeteilt, dass der Bahnhof Tempelhof nun als Baudenkaml in die Berliner Dekmalliste eingetragen ist. Vorausgegangen war ein entsprechender Beschluss der BVV. Ende der 1920er-Jahre wurden dort erstmals die Netze der Berliner S-Bahn und der U-Bahn über ein gemeinsames Zugangsbauwerk miteinander verbunden. Der vom „Berliner U-Bahn-Architekten“ Alfred Grenander gestaltete Bahnhof galt damals somit als kleine Sensation und ist bis heute ein Architekturklassiker. Bleibt zu hoffen, dass der verwahrloste Vorplatz auf der Neu-tempelhofer Seite nun auch dem Denkmal würdig gestaltet wird.

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Lärmschutz am Innenring

Die Deutsche Bahn bereitet laut einem Bericht des „Tagesspiegel“ vom 2. Februar die Elektrifizierung des sogenannten „Güter-Innenrings“ vor. Damit werden auf der Bahnlinie, die zwischen Westend und Neukölln parallel zu Ringbahn und A100 verläuft, nun Lärmschutzmaßnahmen erforderlich. Betroffen ist auch Neu-Tempelhof, das erheblich unter dem Lärmeintrag von Süden her leidet.

„Dieser Lärmschutz darf kein Stückwerk bleiben sondern es muss insbesondere auch an der A100 durch den Bund endlich freiwillig Schallschutz nachgerüstet und eine integrierte Lösung unter Berücksichtigung aller Lärmquellen geschaffen werden“, meint die SPD-Fraktion in der BVV und hat einen entsprechenden Antrag gestellt. Nur so könne in der völlig durchlärmten Verkehrsschneise überhaupt eine für die Anwohner merkliche Verbesserung erzielt werden.  Abzuwarten bleibt nun, ob das Vorhaben in der BVV Gegenliebe der anderen Fraktionen findet und ob sich die neuen Senatsmitglieder und das Bundesverkehrsministerium dieser Sichtweise anschließen.

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Platz-Wunde geheilt

Die kleinen Mauerpfeiler an den Treppen des Adolf-Scheidt-Platzes  sind wichtiger Teil des Gartendenkmals. Seit mehreren Jahren fehlte die obere Abdeckung des im Bild linken Pfeilers an der Paradestraße und fand sich bei Pflegearbeiten schließlich zerbrochen im Gebüsch – Reparatur nicht möglich. In den verbliebenen Pfeiler drohte Regenwasser einzudringen, was dann bei Frost zum Zerbrechen des Mauerwerks geführt hätte. Das bezirkliche Grünflächenamt meldete vorab „keine Geld“. Auf Initiative eines Mitglieds wurde die Platte nun aus Mitteln des Vereins und einer Spende erneuert – es bietet sich wieder das ursprüngliche Bild. Ein herzlicher Dank an die Beteiligten!
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Musik zum Volkstrauertag in der Rundkirche

Am Sonntag, den 13.11.2016 haben der Lichtenrader Männerchor und der Kammerchor der Leo Kestenberg Musikschule wieder ein Konzert in der Rundkirche gegeben. Bereits zum dritten Mal, immer am Volkstrauertag werden, dem Anlass entsprechend, ernste Stücke von Brahms, Bruckner, Sheppard, Sibelius u. a. geboten. Wir haben damit eine kleine Tradition begründet, die als ein musikalisches Highlight in Neutempelhof weitergeführt wird. Den Zuhöreren hat es sehr gut gefallen. Neben den Einzelleistungen haben die Chöre auch vielstimmig zusammen gesungen. Schwerste Kost war sicherlich das „In pace in Idipsum“ von John Sheppard. Hier laufen die verschiedenen selbständigen Klanglinien der einzelnen Stimmen auf ein harmonisches Finale zu.

Im nächsten Jahr fällt der Volkstrauertag auf den 19.11.2017, dann werden wir wieder ein hoffentlich zahlreicheres Publikum mit unserer Musik erfreuen.

Unser Dank geht an die Kirchengemeinde, die uns diese Konzerte in der Rundkirche ermöglicht.

Dieter Rau
Vorstand
Lichtenrader Männerchor

Güter-Innenring fehlt Nachfrage

Seit Jahren baut die Deutsche Bahn an der Reaktivierung des sogenannten Güter-Innenrings, einer Bahnlinie aus der Vorkriegszeit, die von Charlottenburg bis Neukölln unmittelbar parallel zum südlichen S-Bahn-Ring verläuft. Viele Anwohner in Neu-Tempelhof, z.B. in der Hoeppnerstraße, wären von massivem Lärm betroffen, wenn diese Bahnstrecke in Betrieb ginge, zumal es sich um eine Linie für Güterzüge mit Dieselloks handelt – eine Oberleitung fehlt. Lärmschutzmaßnahmen gibt es nicht weil es sich damit formal um eine Wieder-Inbetriebnahme handelt. Der „Tagesspiegel“ meldet nun am 17.10.2016, dass die Strecke mittlerweile am 27. Mai formal in Betrieb genommen wurde, für Zugverkehr aber die Nachfrage fehle. Die Linie kostete nach Tagesspiegel-Angabe 13 Mio. Euro. Örtlicher Verkehr ist hier nicht zu erwarten (zumal fast alle Berliner Güterbahnhöfe geschlossen wurden), eher Güter-Fernverkehr, der diese Verbindung nimmt weil der Außenring überlastet ist. Eine absurde Situation: Güter-Fernverkehr zum Beispiel von der Küste nach Tschechien mit Dieselloks – mitten durch Berlin. Bleibt nun abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt und wieweit Anwohner belastet werden.

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Sankt Martin in Neu-Tempelhof

Bereits im zehnten Jahr richtete der Parkring e.V. am 11. November in Kooperation mit den Kirchengemeinden und dem Pfadfinderstamm der Hunnen wieder den großen Neu-Tempelhofer Sankt-Martins-Umzug aus. Es zogen rund 500 Kinder und Eltern mit phantasievoll gebastelten wunderschönen Laternen durch den Kiez. Beginn war um 17 Uhr in der Rundkirche mit Singen und Schauspiel.  Von dort ging es mit Sankt Martin hoch zu Ross und musikalischer Begleitung durch die Straßen des Kiezes, vorbei auch an der Kinderklinik des St-Josef-Krankenhauses, zur Freude der kleinen Patienten. Abschluss war dann unter der Parkringbrücke am Plantscher mit Glühsaft und Hörnchen, die es – ganz nach dem Vorbild Sankt Martins – zu teilen galt.

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Fahrradspuren und Zebrastreifen für die Boelckestraße

In der Boelckestraße scheint es in Sachen Fahrradfreundlichkeit endlich voran zu gehen: Die SPD-Fraktion in der BVV meldet, dass erste Planungsschritte durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung beauftragt wurden. Laut einer Nachricht von Staatssekretär Christian Gaebler soll es von der Katzbachstraße kommend zunächst bis zum Werner-Voß-Damm pro Richtung eine Fahrradspur zu Lasten jeweils einer Richtungsfahrbahn für Autos geben. Positiver Nebeneffekt dabei wäre, dass in Höhe Badener Ring (Gemeindehaus, Kirche und Kita) sowie Hugo-Gaudig- und Tempelherrenschule dann Zebrastreifen eingerichtet werden können (die bei mehrspurigen Straßen nicht möglich sind). Zwischen Werner-Voß-Damm und Boelcketunnel gestaltet sich die Situation schwieriger weil hier aufgrund der höheren Verkehrsbelastung pro Richtung zwei Spuren für Autos verbleiben müssen. Der anstehende Fahrrad-Volksentscheid dürfte ein Anreiz sein, hier schnell zu einer Lösung zu gelangen. Vielleicht kann ja die gerade am Mehringdamm entstandene Lösung eine Inspiration für die Planer sein.

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Keine Durchfahrt in der Gartenstadt

Mehrere Varianten wurden ausprobiert, um den Schleichverkehr, der den Tempelhofer Damm mit seinem Dauerstau umfährt, aus den kleinen Seitenstraßen der Gartenstadt zu verdrängen. Weitgehend wirkungslos blieb die ursprüngliche „Anlieger frei“-Regelung, die sich schließlich auch kaum überprüfen ließ. Umgestellt wurde 2011 dann auf die Tempo-10-Zone, was allerdings nicht selten überschritten wurde. Ein im Verkehrsrecht bewandeter Anwohner widersprach der Anordnung aus formalen Gründen und bekam Recht: Die Tempo-10-Zone musste wieder aufgehoben werden. Seit Sommer diesen Jahres nun besteht das System gegenläufiger Einbahnstraßen, das  ein Durchfahren der Gartenstadt erheblich erschwert. Anfänglich wurden auch dagegen Stimmen laut. Leider etwas verspätet wurden diese Einbahnstraßen dann für den Radverkehr jeweils in der Gegenrichtung frei gegeben. Seit dem sind überwiegend positive Rückmeldungen zu vernehmen, insbesondere von Eltern, die bislang Angst um ihre Kinder haben mussten, wenn diese draußen spielen. Ende gut – alles gut? Zumindest vorläufg erscheint es so…

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Kastanien-Miniermotten auf dem Rückzug – Keine Laubaktion in 2016

Der Parkring e.V. hat in den letzten 10 Jahren jeweils im Oktober oder November im Rahmen einer Nachbarn- und Mitglieder-Aktion das abgefallene Laub der Kastanien am Bundesring gefegt und entsorgt. In den Blättern befanden sich die Larven der Kastanien-Miniermotte. Diese legt ihre Larven in den Sommermonaten in dem Laub ab, wodurch die Blätter stark geschwächt werden und – bisher – sehr frühzeitig abfielen, was widerum die Lebensfähigkeit der Bäume insgesamt bedrohte. Im abgefallenen Laub überstand die Brut den Winter, konnte im Frühjahr schlüpfen und dem frischen Laub des Folgejahres in noch größerem Umfang zusetzen. Mit den Aktionen zur Beseitigung des Laubes konnte dieser Kreislauf zumindest abgeschwächt werden und den Kastanien im wahrsten Sinne „Luft“ verschafft werden.

Am Bundesring zeigen sich die Kastanien in diesem Jahr nun erstaunlich gesund. Auch in anderen Teilen der Stadt bestätigt sich dieses Bild. Biologen führen die Stabilisierung darauf zurück, dass sich natürliche Feinde entwickelt haben, wie etwa die Schlupfwespe (die Ihre Eier in den Larven ablegt, sodass sich die schlüpfenden Nachkommen zunächst von der Larve ernähren) oder Vögeln, die in den Larven eine leicht verfügbare und willkommene Nahrung entdeckt haben.

Die Aktionen des Parkring e.V. am Bundesring haben den Bäumen in den vergangenen 10 Jahren einigen Stress erspart und sicherlich manche Pflanze auch gerettet. Nun aber sieht der Verein das Laubfegen als glücklicherweise entbehrlich an.

Der Verein dankt allen, die sich engagiert eingebracht haben!

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